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    Webdesign27. April 20265 Min. Lesezeit

    Website erstellen lassen – worauf muss ich achten?

    Wer eine Website in Auftrag geben möchte, stellt sich schnell viele Fragen. Dieser Leitfaden zeigt, worauf es wirklich ankommt – bevor man unterschreibt.

    Website erstellen lassen – worauf muss ich achten?

    Sie haben entschieden, dass eine neue Website her muss – oder dass die alte endlich ersetzt werden soll. Jetzt stellt sich die nächste Frage: Wen beauftragen, und worauf achten? Angebote gibt es viele. Die Unterschiede zwischen ihnen sind oft schwer einzuschätzen, wenn man nicht täglich in der Branche unterwegs ist. Dieser Leitfaden hilft dabei, die richtigen Fragen zu stellen – bevor man unterschreibt.

    1. Klären Sie zuerst, was die Website leisten soll

    Bevor Sie irgendjemanden anfragen, lohnt es sich, eine Stunde damit zu verbringen, das Ziel der Website klar zu formulieren. Nicht „wir brauchen eine neue Website", sondern: Was soll sie konkret auslösen?

    • Sollen Neukunden direkt anfragen können?
    • Soll die Website bei Google gefunden werden?
    • Soll sie das Team und die Leistungen vorstellen?
    • Brauchen Sie eine Möglichkeit, Termine online zu buchen?

    Je klarer Sie selbst wissen, was Sie wollen, desto besser können Sie einschätzen, ob ein Angebot das wirklich erfüllt – oder nur gut klingt.

    2. Referenzen ansehen – nicht nur lesen

    Jede Agentur und jeder Freelancer hat Referenzen. Wichtig ist, sie tatsächlich anzuschauen: Öffnen Sie die verlinkten Websites, testen Sie sie auf dem Smartphone, achten Sie auf Ladezeit und Übersichtlichkeit.

    Fragen die sich dabei stellen:

    • Sehen die Seiten wirklich individuell aus oder wie Variationen derselben Vorlage?
    • Laden sie schnell, auch auf dem Handy?
    • Sind es Projekte aus einer ähnlichen Branche oder ähnlichem Umfang wie Ihres?

    Wer keine Referenzen zeigen kann oder will, sollte skeptisch machen.

    3. Verstehen, was im Angebot enthalten ist – und was nicht

    Das ist der Punkt, an dem die meisten Missverständnisse entstehen. Ein günstiges Angebot kann teuer werden, wenn Dinge fehlen die später nachberechnet werden. Fragen Sie explizit:

    • Ist SEO-Grundoptimierung enthalten?
    • Wer schreibt die Texte – Sie oder die Agentur?
    • Ist ein Kontaktformular inklusive?
    • Was passiert nach dem Launch – wer kümmert sich um Hosting, Updates, Sicherheit?
    • Wie viele Feedbackrunden sind eingeplant?

    Ein seriöses Angebot beantwortet diese Fragen, ohne dass man dreimal nachfragen muss.

    4. Auf die Technologie achten

    Nicht jede Website ist gleich gebaut – und das hat langfristige Konsequenzen. Die wichtigsten Fragen zur Technologie:

    Baukästen (Wix, Squarespace): Schnell und günstig, aber eingeschränkt in Design-Freiheit, Performance und Erweiterbarkeit. Für professionelle Unternehmensauftritte selten die beste Wahl.

    WordPress: Weit verbreitet, aber wartungsintensiv. Plugins müssen aktuell gehalten werden, Sicherheitslücken entstehen häufig durch veraltete Erweiterungen. Geeignet, wenn viele Inhalte selbst gepflegt werden sollen – aber nur mit aktivem Wartungskonzept.

    Individuell entwickelt (z. B. Next.js): Kein unnötiger Code, bessere Performance, höhere Sicherheit. Kostet in der Entwicklung etwas mehr, macht diesen Unterschied aber durch geringeren Wartungsaufwand und bessere Google-Rankings oft wett.

    Fragen Sie Ihren Anbieter konkret: Was bauen Sie womit – und warum?

    5. Laufende Kosten einplanen

    Eine Website ist keine Einmalinvestition. Nach dem Launch entstehen laufende Kosten, die im ersten Gespräch oft nicht erwähnt werden:

    • Hosting: Monatliche oder jährliche Kosten für den Server
    • Domain: Jährliche Gebühr für den Domainnamen
    • Wartung: Updates, Sicherheit, Backups
    • Inhaltliche Änderungen: Wer pflegt Texte und Bilder – und was kostet das?

    Fragen Sie, ob der Anbieter ein Wartungspaket anbietet das all das bündelt. Das schafft Planbarkeit und stellt sicher, dass die Website technisch nicht einschläft, sobald sie live ist.

    6. Vertrag und Bedingungen prüfen

    Bevor Sie unterschreiben, lohnt ein Blick auf die Vertragsbedingungen. Wichtige Punkte:

    • Anzahlung: Üblich sind 30–50 % bei Projektstart – das ist normal und seriös
    • Urheberrecht: Wem gehört der Code nach Projektabschluss? Im Idealfall Ihnen
    • Übergabe: Erhalten Sie Zugang zu Hosting, Domain und allen Accounts?
    • Wartungsvertrag: Ist er an das Projekt gebunden oder separat kündbar?
    • AGB: Gibt es veröffentlichte Allgemeine Geschäftsbedingungen?

    Ein Anbieter der keine klaren Antworten auf diese Fragen hat, ist kein gutes Zeichen.

    7. Kommunikation und Erreichbarkeit testen

    Das klingt banal, ist aber entscheidend: Wie schnell antwortet der Anbieter auf Ihre Anfrage? Wie ist das erste Gespräch – zuhören oder sofort pitchen? Versteht er Ihr Business oder redet er nur über Technik?

    Eine Website ist ein Projekt das mehrere Wochen dauert. In dieser Zeit sind Sie auf gute Kommunikation angewiesen. Wer schon beim ersten Kontakt schwer erreichbar ist oder Ihre Fragen nicht ernst nimmt, wird das im Projektverlauf nicht besser.

    Kurz-Checkliste für die Anbieterauswahl

    KriteriumWorauf achten
    ReferenzenEchte Projekte, ähnliche Branche, mobil getestet
    AngebotKlarer Leistungsumfang, keine versteckten Kosten
    TechnologieBegründete Wahl, keine Blackbox
    Laufende KostenWartungskonzept vorhanden
    VertragKlare Bedingungen, Übergabe geregelt
    KommunikationSchnell, verständlich, zuhörend

    Fazit

    Wer eine Website erstellen lassen möchte, trifft keine einfache Kaufentscheidung – sondern wählt einen Partner für ein mehrwöchiges Projekt mit langfristiger Wirkung. Die wichtigste Frage ist nicht „Wer ist am günstigsten?", sondern „Wer versteht was ich brauche – und kann ich dem vertrauen?" Wer die richtigen Fragen stellt, findet die Antwort schnell.

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