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Was kostet eine Website für Handwerker? Preise, Faktoren und laufende Kosten

„Ich brauche nur eine einfache Seite, mit Leistungen, Telefonnummer und ein paar Fotos – was soll das kosten?" Diese Frage stellen fast alle Handwerker, bevor sie eine Website beauftragen. Die Antworten reichen von „geschenkt" bis „fünfstellig", und genau das macht die Entscheidung so schwer.

Dieser Artikel gibt Ihnen eine ehrliche Orientierung: welche Kostenfaktoren es gibt, was ein Onepager von einer mehrseitigen Website unterscheidet, welche laufenden Kosten dazukommen und woran Sie ein Billig-Angebot erkennen, das am Ende teurer wird.

Die kurze Antwort vorab

Als grobe Marktorientierung für Handwerksbetriebe (keine festen Preise eines einzelnen Anbieters):

Variante

Typischer Rahmen

Für wen sinnvoll

Baukasten in Eigenregie

0 – 30 € pro Monat

Wer Zeit hat und keine Erwartungen an Auffindbarkeit stellt

Onepager von Profis

ca. 1.000 – 3.000 €

Kleine Betriebe mit klarem Angebot, ein bis zwei Leistungen

Mehrseitige Website

ca. 3.000 – 8.000 €

Betriebe mit mehreren Leistungen, Referenzen, Ausbildung oder Einzugsgebiet

Individuell mit Sonderfunktionen

ab ca. 8.000 €

Terminbuchung, Konfiguratoren, Shop, mehrere Standorte

Die Spannen sind bewusst weit, denn der Preis hängt weniger vom „Handwerk" ab als vom Umfang. Einen allgemeineren Überblick über Website-Preise finden Sie in unserem Artikel „Was kostet eine professionelle Website wirklich?".

Was den Preis wirklich bestimmt

Anzahl der Seiten: Jede Leistung, die bei Google gefunden werden soll, braucht idealerweise eine eigene Seite. Ein Elektriker mit Hausinstallation, Photovoltaik und E-Check hat damit mehr Seiten als ein Betrieb mit nur einer Kernleistung.

Texte und Bilder: Wer eigene Texte und gute Fotos liefert, spart Geld. Fehlt beides, müssen Texte geschrieben und Bilder organisiert werden. Echte Baustellen- und Teamfotos sind dabei fast immer besser als Stockbilder, kosten aber Zeit für ein Shooting.

Design: Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein komplett eigenes Design. Für viele Betriebe reicht ein sauberes, individuell angepasstes Design völlig aus, wenn es zum Betrieb passt.

Funktionen: Kontaktformular, WhatsApp-Button und Anfahrtskarte sind Standard. Terminbuchung, Angebotsrechner oder ein Bewerbungsbereich für Azubis erhöhen den Aufwand.

Technische Basis: Ein Baukasten oder WordPress-Theme ist schneller aufgesetzt als eine individuell entwickelte Seite. Dafür sind Ladezeit, Wartung und Anpassbarkeit oft schwächer. Mehr dazu in „WordPress oder individuelle Website".

Rechtliches: Impressum, Datenschutzerklärung und eine saubere Cookie-Lösung gehören dazu. Wer das nachträglich korrigieren muss, zahlt doppelt.

Onepager oder mehrseitig?

Ein Onepager fasst alles auf einer Seite zusammen: Leistungen, Referenzen, Kontakt. Das ist günstiger und für sehr kleine Betriebe oft ausreichend. Der Haken: Eine einzelne Seite kann bei Google nur schwer für mehrere Leistungen und Orte gleichzeitig ranken.

Eine mehrseitige Website kostet mehr, bringt aber meist mehr Anfragen. Sie können für „Heizung Wartung", „Badsanierung" und „Notdienst" jeweils eine eigene Seite anbieten, die genau diese Suche beantwortet. Wer in einem Einzugsgebiet mit vielen Mitbewerbern arbeitet, fährt damit in der Regel besser.

Eine gute Faustregel: Je mehr unterschiedliche Leistungen Sie anbieten und je größer der Wettbewerb vor Ort, desto eher lohnt sich eine mehrseitige Lösung.

Die laufenden Kosten – oft vergessen

Mit der Einmalzahlung ist es nicht getan. Typische laufende Posten:

  • Hosting: je nach Leistung ca. 5 bis 50 € pro Monat

  • Domain: ca. 10 bis 30 € pro Jahr

  • Wartung und Updates: Sicherheitsupdates, Backups, Technik-Pflege

  • Inhaltliche Änderungen: neue Referenzen, geänderte Öffnungszeiten, neue Leistungen

  • SEO-Pflege: optional, aber wirksam, wenn die Seite Anfragen bringen soll

Viele Anbieter bündeln das in einem Wartungspaket mit fester monatlicher Pauschale. Das schafft Planbarkeit und verhindert, dass die Seite nach zwei Jahren veraltet und unsicher ist.

Woran Sie Billig-Angebote erkennen

Ein günstiger Preis ist nicht per se schlecht. Problematisch wird es, wenn wichtige Dinge im Kleingedruckten stecken. Prüfen Sie vor jeder Beauftragung:

  1. Gehört die Domain Ihnen? Sie sollten als Inhaber eingetragen sein, nicht der Anbieter.

  2. Gibt es eine lange Vertragsbindung? Mietmodelle mit 36 Monaten und Kosten ohne Eigentum an der Seite sind ein Warnsignal.

  3. Ist die Seite auf dem Handy gut nutzbar? Fragen Sie nach Referenzen und testen Sie diese selbst auf dem Smartphone.

  4. Sind Rechtstexte und Cookie-Banner enthalten? Oder kommen sie als Aufpreis?

  5. Wer schreibt die Texte? Kopierte oder generische Texte schaden der Sichtbarkeit bei Google.

  6. Was kosten Änderungen später? Ein niedriger Einstiegspreis mit teuren Stundensätzen für jede Kleinigkeit rechnet sich selten.

  7. Gibt es Referenzen? Ein Anbieter, der keine Projekte zeigen kann, hat vermutlich wenig Erfahrung.

Mehr Prüfpunkte finden Sie in „Website erstellen lassen – worauf muss ich achten?".

So sparen Sie, ohne an der falschen Stelle zu sparen

Es gibt Posten, bei denen Sie als Betrieb selbst viel beeinflussen können, ohne dass die Qualität leidet:

  • Eigene Fotos liefern: Ein Dutzend gute Bilder von Baustellen, Fahrzeugen und Team, mit dem Smartphone bei gutem Licht aufgenommen, spart ein Shooting und wirkt echter als Stockmaterial.

  • Eckpunkte für Texte vorbereiten: Welche Leistungen bieten Sie an, in welchem Gebiet arbeiten Sie, was unterscheidet Sie? Schon eine Stichpunktliste beschleunigt die Textarbeit deutlich.

  • Inhalte vorab sammeln: Logo, Zertifikate, Meisterbrief, Kundenstimmen und Referenzen gebündelt zu übergeben, verkürzt die Projektzeit.

  • In Stufen planen: Starten Sie mit den Seiten, die am meisten Anfragen bringen (Hauptleistungen, Referenzen, Kontakt), und ergänzen Sie weitere später.

  • Wartung bündeln: Ein festes Paket ist meist günstiger als jede Änderung einzeln abzurechnen.

An diesen Stellen lohnt es sich dagegen nicht zu sparen: saubere mobile Umsetzung, eigene Texte statt kopierter Floskeln, rechtssichere Grundlagen und eine technische Basis, die Sie später erweitern können. Gerade dort entstehen sonst die teuren Nacharbeiten.

Die richtige Frage: Was bringt ein Auftrag?

Statt nur nach dem Preis zu fragen, lohnt sich eine einfache Rechnung. Was bringt Ihnen ein durchschnittlicher Auftrag? Wenn die Website im Jahr nur zwei oder drei zusätzliche Aufträge bringt, hat sie sich bei vielen Gewerken bereits bezahlt gemacht. Warum viele Betriebe diese Aufträge derzeit verlieren, erklärt unser Artikel „Warum Handwerker ohne gute Website täglich Aufträge verlieren".

Eine Website ist dann teuer, wenn sie nichts bringt – nicht, wenn sie professionell gemacht ist.

Was wir für Handwerksbetriebe umsetzen

Wir bauen Websites für Handwerksbetriebe, die auf dem Smartphone funktionieren, schnell laden und Anfragen bringen: mit eigenen Seiten für Ihre Leistungen, einer Referenzgalerie, einfachem Kontaktweg und sauberen Rechtstexten. Wie das aussieht, zeigen wir auf unserer Seite Webdesign für Handwerksbetriebe.

Fazit

Eine Handwerker-Website kostet so viel, wie sie leisten soll. Ein einfacher Onepager ist für kleine Betriebe ein sinnvoller Start, eine mehrseitige Website bringt mehr Sichtbarkeit bei Google. Entscheidend sind Umfang, Qualität und die laufenden Kosten, nicht der niedrigste Einstiegspreis. Wer vor der Beauftragung Domain, Vertragslaufzeit, Rechtstexte und Änderungskosten klärt, vermeidet die teuersten Überraschungen.